Die belebte Natur als Inspirationsquelle zu nutzen ist ein erfolgreiches Konzept, das seit den Höhlenmalereien bis heute jedem Künstler einen unerschöpflichen Reichtum für Bildideen beschert. Wenn der Maler dann auch noch Biologe in einer Person ist, entstehen nicht nur detailgenaue Naturstudien von Tieren, Pflanzen und Pilzen, sondern in Gemälden auch faszinierende Einblicke in die Zusammenhänge der Organismen untereinander, zu unserer Kunst und Kultur oder zum Universum.
Roland Spohn wurde in Bad Urach geboren. Seit seiner frühen Kindheit malt er und ließ sich als Teenager durch Sciencefiction-Geschichten in fremde Welten beamen. Gleichzeitig begann er, sich intensiv mit Malerei zu beschäftigen und erlernte autodidaktisch unterschiedlichste Maltechniken wie Tusche, Aquarell und Öl. Damit legte er einen Grundstock für fantastische Malereien. Seither fotografiert er auch intensiv.
Während des Biologie-Studiums in Tübingen begriff Roland Spohn, um wieviel fantastischer und skurriler die belebte Natur gegenüber all' den Geschöpfen in der Sciencefiction, Fantasy oder in unseren Sagen- und Märchenwelten ist. Durch entsprechende Kurse erlernte er das wissenschaftlich korrekte Zeichnen biologischer Organismen und verknüpfte dieses Wissen mit seinen künstlerischen Ideenwelten. Parallel erweiterte er in Aktzeichen- und Radierkursen sein künstlerisches Handwerk und Repertoire. Seit 1987 stellt er seine Werke regelmäßig im In- und Ausland aus.
Nach seiner Promotion über Schlafforschung an der Universität Tübingen machte er sich als Illustrator, freischaffender Künstler und Naturfotograf selbständig. Im Jahre 2004 zog er in den Hegau nach Engen.
Bereits seit über 25 Jahren greifen zahlreiche Verlage, Firmen und Museen, aber auch Privatpersonen im In- und Ausland auf seine Zeichnungen, Gemälde und Fotos zurück. So füllen in seinem Atelier und Büro Bücher, Zeitschriften, Kalendern und seit einigen Jahren auch Spiele mit seinen Bildern mehrere Meter in den Regalen.
Darunter auch um die 15 eigene Bücher, die er gemeinsam mit seiner Frau Margot – ebenfalls Biologin – verfasst. Das Bekannteste ist wohl „Was blüht denn da?" vom Kosmos-Verlag Stuttgart. Zwei Bücher wurden mit Preisen ausgezeichnet.